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Mulireisen in Umbrien
Trekking someggiato in Umbria

Seit langem wohnen wir Saumtiertreiber in Italien, genauer, versteckt im umbrischen Hügelland. Frei und nur wenig besiedelt wirkt unsere Wahlheimat unweit der Kalkberge Monte Nerone, Monte Catria und Monte Cucco. Seit langem züchtet Günther Mittenzwei begeistert Mulis, bearbeitet Kurt Moosbrugger das Land mit seinen Norwegermischlingen und hält sich Ruthild Heimann Esel - einst die treibende Kraft in der Landwirtschaft. Wir gehen alle gern zu Fuss, freuen uns, wenn es den Tieren gut geht und auch, wenn sie bereitwillig mit ihren Körperkräften aushelfen.
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So entstand die neue alte Idee der Saumtierreisen, die uralte Form, sich mit schweren Lasten unbeschwert fortzubewegen. Hierbei können wir unsere Freude an der weiten, unverbauten Landschaft gut mit unserem breiten Erfahrungsschatz aus handwerklichen und sozialpädagogischen Vorbildungen und erworbenen Kenntnissen über Tiere, Material, Transporttechniken und einfacher Lebensweise verbinden. Ursprünglich wollten wir Jugendlichen eine Woche anbieten, in der sie Schule, Warenhaus und schnell gekauftes Essen vergessen können. Eine Woche, in der wir zusammen gehen und immer woanders campen. Dank der Tiere, die alles tragen, was wir brauchen, müssen wir an keinem Laden vorbei und können uns ganz auf das Naheliegende konzentrieren.Steile Wege, knappes Wasser oder Baden im Bach und faules Sonnenliegen teilen wir Menschen mit unseren gutmütigen Tieren. Wir sind von unseren Lastträgern abhängig: Ihr Wohlergehen ist wichtig und unsere Zeiteinteilung richtet sich nach ihrem Durst und ihren Fresspausen - und nach unser aller Müdigkeit. Zoom Foto5
Mittlerweile haben wir auch Programme speziell für Leute mit kleinen Kindern. Da gehen wir weniger lange, machen öfters Pausen und lassen das Camp länger als eine Nacht an einem Ort. Um Pfingsten und Juni ist die ideale Zeit, da ist es dann schön warm. Fur Abenteuerlustige trekken wir auch im Spätherbst und Winter. Da kann das Wetter schon mal anstrengend sein, aber die Landschaft hat ihren besonderen Reiz. Bis auf ein paar Jäger ist niemand unterwegs und die Täler liegen verlassen da. Wenn wir am Fusse des Gran Sasso campen, sind die Mulirücken morgens weiss vom Rauhreif, den die Sonne bald in den blauen Himmel verdunsten lässt. Wir laufen mit den Mulis Rembrandt, Mula Maxl und Zuzl , mit den Pferden Phönix und Balthasar und mit den Eselinnen Giulia und Jacoba. Es sind noch zwei Tiere in Ausbildung, 2001 werden sie auch schon mal dabei sein, wir sind gespannt, wie sie sich machen werden.
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Die Schrittgeschwindigkeit der Tragtiere ist sehr unterschiedlich. Schnell gehen die Muli, normal die Pferde, langsam die Esel, dadurch kann jeder Mitwanderer so schnell laufen, wie es ihr/ihm taugt. Die Gruppe zieht sich etwas in die Länge, aber in den vielen Pausen kommen wir alle wieder zusammen. Zoom Foto 3

Seit 1998 haben wir viele Wanderungen mit Jugendgruppen gemacht. Die Jugendlichen waren gut vorbereitet von den Betreuer/inne/n, die selbst grosse Lust auf die Tour mit den Tieren hatten. Alle waren begeisterungsfähig und wurden spätestens unterwegs grosse Freund/inne/e/n der Tragtiere, die durch ihre freundliche Art jeden Tag verschönen. Alle mögen unsere Tiere, am liebsten die Esel. Mit ihrer ruhigen bedachten Art, der überschaubaren Grösse und den weichen Ohren machen die Esel niemandem Angst und steigen sicher keinem auf den Fuss.
Vorm Aufsatteln striegelten die Jugendlichen abwechselnd unser Packtiere, führten sie zur Tränke und wer mochte, übernahm eins der Tiere während der Wanderung. Wichtig ist dabei die jeweilige Aufgabenstellung verständlich und einsichtig zu erläutern, damit sich im Umgang mit dem Tier eine für beide gute Beziehung aufbaut. Ein Tier-Feedback ist stets einfach und direkt. Somit entsteht gerade fur sogenannte auffällige Jugendliche ein bewertungsfreier, aber anspruchsvoller Bewegungsraum. Falls die Kräfte mal nachliessen, gab es die Möglichkeit, sich einfach einzuhängen und ziehen zu lassen oder auch nur den eigenen kleinen Rucksack ans Tier abzugeben. Freude und Dankbarkeit gegenüber den Tragtieren konnten sich auf die Weise entwickeln.
Abends beim Kochen am Feuer breitete sich eine besondere Stimmung aus, begleitet vom Schnauben und Rupfen, Glockenklang und Eselschrei. Fur alle spürbar war diese Atmosphäre und wirkte, neben der erlebten Stärkung durch überwundene Anstrengung, wie eine Belohnung für die den Stadtkindern so ungewohnte direkteste Art, sich fortzubewegen. Die Saumtiere geben der Reise den Rahmen und verströmen Vertrauen und Wohlgeruch.
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Per ulteriori informazioni sul viaggio e su di noi:
Guided Pack Trips In Umbria Italy.
We do hiking with pack horses-mules and donkeys. 4 to 7 days we will hike and camp with You in the lonely umbrian hills and mountains. We furnish stock, tents, food, kitchen gear and know how.
For further information please call or fax to:
Hinterland - Günther Mittenzwei
Monticchio 64 - I - 06060 Castiglion Fosco (PG) - Italia
Tel. u. Fax: 0039.075.8352067
mobile +39.34881380691

ruthildheimann@yahoo.it